Schriften zur Romantik VIII
Mallarmé hat das Lesen immer wieder in ganz prägnanter Weise zum Thema gemacht. Er hat für die Poesie demonstrativ ein Geheimnis reklamiert und ihre Rezeption einer Extensivierung und Beschleunigung der Lektüre gegenübergestellt. (more…)
Tags: mallarmé • novalis • romantik • schlegel • zeitSchriften zur Romantik VII
Es wird Zeit, in aller Kürze dennoch, jene Geschichte anzusprechen, die ich neben einigen Poe-Texten wohl bis an mein Lebensende immer wieder lesen werde. Es ist, das vermag ich wohl zu sagen, die schönste Geschichte die ich jemals las und die mich seit früher Kindheit an begeistert und wieder und wieder diese ganz spezielle Sehnsucht in mir anfacht. Gemeint ist E.T.A Hoffmanns Goldener Topf. Von einer Lieblingsgeschichte zu sprechen klänge mir zu banal – da gibt es aberviele, die ich ebenfalls heranziehen wollte – aber die Besonderheit, die dem Goldenen Topf innewohnt, möchte ich nicht unerwähnt lassen.
Freilich kennt man die Erzählung ohnedies als eines der schönsten Prosastücke deutscher Literatur und sie ist ja auch über alle Maßen berühmt, berühmter sogar als die Prinzessin Brambilla, bei der es heißt: Nichts ist langweiliger, als, festgewurzelt in den Boden, jedem Blick, jedem Wort Rede stehen zu müssen! (more…)
Schriften zur Romantik V
(Über die Selbstreflexivität)
Mit dem bereits erwähnten Athenäum-Fragment Nr. 116 setzt der Begriff der „progressiven Universalpoesie“ ein. Gemeint ist damit die Entgrenzung literarischer Gattungen, das vollkommen Wirken anhand der Aufhebung jeglicher Grenzen. Hier wird bereits einer Ganzheit vorgearbeitet, die sich bis in die heutige Naturheilkunde und die sogenannte Alternativmedizin hinein etablieren konnte, denn die Poetisierung des Lebens macht vor den durch den Rationalismus aufgebauten Grenzen im Alltäglichen nicht halt. (more…)
Tags: novalis • romantik • schlegelNovember, Neunundzwanzig, Sieben
0.03
Der gläserne Mensch ist aber auch der verdunkelte Mensch, denn ein Mensch, über den wir alles wissen, können wir nichts mehr herausfinden - nichts, von dem wir annähmen, es herausfinden zu können. In Wahrheit weicht das Wissen zurück, um so mehr wir davon zu besitzen glauben. (more…)
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