Amar Kosmar
Und wenn die Liebe ihn wollte, würde sie sich auf ihn stürzen, noch kreiste sie unnütz über den Köpfen der spielenden Kinder, als wäre sie sich nicht schlüssig, wen sie sich als Beute erwählen sollte. Doch diese Frage war längst geklärt. Das Raubtier wurde gerufen und zog nicht von selbst los. Ob es ein bestimmter Geruch war, der wie eine Sigillum hinhoch in den Äther marschierte, zerstäubt verschwebend der blinden Macht als Wegweiser diente – man mochte fast die Fragen nicht beantworten, die sich stellten; nur eines wußte man: die Liebe ist die einzige Macht, die befähigt ist, das Universum zu vollenden.
Ein neuer Urknall, der nichts anderes markiert als einen kosmischen Orgasmus – und so wie die Erde einst jenes Spermium war, welches das Rennen zum fruchtbaren Ei gewann, so wird es wieder und wieder geschehen. Auch wenn man das nicht unbedingt einen Kreislauf nennen konnte, war es dennoch einer. Und damit ist es geklärt, wenn man sagt: das Größte ist identisch mit dem Kleinsten. Die Vollendung ist der Stillstand und gleichzeitig eine neue Möglichkeit. Und dieser Schwanz, der spuckt, den können wir getrost Gott nennen.
Aber die Mutter zieht uns groß, ihr gehört der Uterus, den wir Kosmos heissen.
Heil der Göttin!


