Babylon

Michael Perkampus
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Amar Kosmar

Oktober 05, 2007 Von: michael perkampus Kategorie: notizen & wirrnisse Noch keine Kommentare →

Und wenn die Liebe ihn wollte, würde sie sich auf ihn stürzen, noch kreiste sie unnütz über den Köpfen der spielenden Kinder, als wäre sie sich nicht schlüssig, wen sie sich als Beute erwählen sollte. Doch diese Frage war längst geklärt. Das Raubtier wurde gerufen und zog nicht von selbst los. Ob es ein bestimmter Geruch war, der wie eine Sigillum hinhoch in den Äther marschierte, zerstäubt verschwebend der blinden Macht als Wegweiser diente – man mochte fast die Fragen nicht beantworten, die sich stellten; nur eines wußte man: die Liebe ist die einzige Macht, die befähigt ist, das Universum zu vollenden.
Ein neuer Urknall, der nichts anderes markiert als einen kosmischen Orgasmus – und so wie die Erde einst jenes Spermium war, welches das Rennen zum fruchtbaren Ei gewann, so wird es wieder und wieder geschehen. Auch wenn man das nicht unbedingt einen Kreislauf nennen konnte, war es dennoch einer. Und damit ist es geklärt, wenn man sagt: das Größte ist identisch mit dem Kleinsten. Die Vollendung ist der Stillstand und gleichzeitig eine neue Möglichkeit. Und dieser Schwanz, der spuckt, den können wir getrost Gott nennen.
Aber die Mutter zieht uns groß, ihr gehört der Uterus, den wir Kosmos heissen.
Heil der Göttin!

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Mai, Vierundzwanzig, Sieben

Mai 24, 2007 Von: michael perkampus Kategorie: leuchtspur Noch keine Kommentare →

18.20

Wenn ich dem Weg folge, der zu jenem Geschäft mich bringt, dort ich in den Besitz böhmischen Biers komme, legt sich zur rechten Seite eine Umfriedung in die Landschaft, in der sich ein öffentliches Bad befindet, eine Installation, der ich misstraue. Doch heute spielten dort die Mädchen halbnackt Volleyball auf Boden, sandig und Pärchen beugten sich übereinander und am Zaun sass einer vor seiner kleinen Göttin und blickte sie voller Geilheit an, während sie sich die Zehen knetete und es gar nicht zu bemerken schien.
Ich blieb dort etwas länger, ein öffentlicher Voyeur und dachte an die Menschen, die zu einem gewissen Teil aus dem Wasser stammen. Dort steckt die Erinnerung an ihre erste Wollust. Dort trank ich das erste Bier des Tages auf nüchternen Magen und begann zu visionieren.

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Gross

Mai 14, 2007 Von: michael perkampus Kategorie: philosophey Noch keine Kommentare →

und um es noch grösser zu machen:
Das Matriarchat ins Zentrum!
Fort - und auch: zerbersten die kompensatorischen Ideale erst, kommt es weder zu Ressentiments noch zu Wertfälschungen.

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