Juli, Acht, Acht
Bis COI 19 vorgearbeitet. Bevor ich mich nun, heute einmal wieder sehr früh, in das Gefeder werfe, zitiere ich Baudelaire, von dem ich gar nicht so viel halte, wie man vielleicht meinen könnte; den ich mehr ausserhalb seiner Dichtung und des Geschwafels seiner Essays schätze, nämlich als Satanisten und freilich als Wegbereiter des großen Dichters Edgar Poe. (auch hier)
Was nun den Schlaf betrifft, dieses sinistre Abenteuer all unserer Nächte, so dürfen wir sagen, dass die Menschen täglich mit einer Kühnheit zu Bett gehen, die unbegreiflich sein würde, wüssten wir nicht, dass sie das Resultat der Ignoranz der Gefahr ist.
Davon könnte ich ein Lied singen, nur würde sich das nicht besonders harmonisch ausmachen im Moment, weshalb ich das, wie viele Dinge, unterlasse. Eigentlich wäre es an der Zeit gewesen, wieder einmal ein, zwei Bücher vorzuschlagen, aber die Leute lesen grundsätzlich nicht das, was ich ihnen rate. Oder sie bekommen es gar nicht erst, wie etwa den Text Körpersprache von Pierre Guyotat, der zwischen 1967 und 1984 fünf “unlesbare” Bücher publizierte. Dieser Text ist der bisher einzige, der in deutscher Sprache erschienen ist und verweilt in Bettina Bests (Hrsg.) Anthologie Ich lebe alleine.
Und von diesem Herrn dann auch noch ein anrührendes Zitat:
Ich habe Angst, weil bis heute meine Schriften nicht bewirken, dass ich verhaftet und ins Gefängnis geworfen werde.
Nun, ich würde sagen: wenn sie “unlesbar” sind…
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