Mrz
17
2008
Der Mann als der zum Uterus Strebende und die Frau als Uterus Werdende. Dahin gründet sich die Reise des Helden, von dem die Frau als Weise, Priesterin und Märchenerzählerin kündet. Sie ist Seelenbildnerin, der Mann gebildete, sich bildende Seele.
Ich bin. (wartend)
Ich will. (erwartend)
In der Dichtung drückt der Mann ein, die Frau drückt aus. Das hat keine literaturtheoretische Bewandtnis, jedoch ist der Grad der Männer, die einen Eindruck hinterlassen wollen, wenn sie schreiben, weitaus höher als umgekehrt. Frauen drücken aus - sie können einen ruhenden Punkt beschreiben, bei Männern ist der Punkt in Bewegung.
Rückblende: Xenon (19. 03. 2007)
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uterus
Jan
31
2008
Wenn wir von Zeit reden, reden wir auch von der Wirklichkeit. Wir können sagen, Wirklichkeit ist das, was wirkt – und hätten damit nichts gesagt, wir hätten einfach nur auf eine banale Faktizität verwiesen.
Wirklichkeit ist vielmehr das, was auf die richtige Weise geschieht und das setzt voraus, dass es einen bereits geschehenen Akt erneuert. Natürlich will ich auf den Mythos hinaus. Die richtige Weise kann nur eine zeitübergreifende Gültigkeit meinen, Wiederholung ist demzufolge ein Ritual. Wiederholung ist jedoch nur dann ein Ritual, wenn die damit verbundene Aktion einen klar umrissenen Sinn aufweist, sich also auf ein mythologisches Vorbild beruft. Weiterlesen »
Rückblende: Kreis (31. 01. 2007)
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Jan
15
2008
Die Künste versuchen, den Zufall auf immer neue Weise an einen wichtigen Platz im ästhetischen Gefüge zu stellen, weil sie ihn brauchen. Im Laufe der Geschichte verschiebt er sich sehr deutlich. Im aufklärerischen 18. Jahrhundert befindet er sich noch immer außerhalb des Ästhetischen und lieferte einen Stoff, mit dem die Literatur hantiert, um bewusste Absichten zu realisieren. Weiterlesen »
Rückblende: Machbares (16. 01. 2007)
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tristan tzara
Jan
07
2008
Rodriguez, der sich stürmend gen Adams Domizil rettet und etwas später spurlos verschwindet, hat ein Taboo gebrochen und wurde dadurch selbst taboo. Um dies zu erläutern, müssen wir uns das Taboo, das ein polynesisches Wort ist und das ins Deutsche nicht zu übersetzen ist, etwas genauer betrachten. Da lesen wir in der Encyclopaedia Britannica die Erklärung des Anthropologen Northcote W. Thomas, ein Taboo umfasse streng genommen nur a) den heiligen (oder unreinen) Charakter von Personen oder Dingen, b) die Art der Beschränkung, welche sich aus diesem Charakter ergibt und c) die Heiligkeit (oder Unreinheit), welche aus der Verletzung dieses Verbots hervorgeht. Das Gegenteil von tabu heißt im polynesischen „noa“, was „gewöhnlich“ oder „gemein“ bedeutet. Weiterlesen »
Rückblende: Alban Nikolai Herbst (12. 01. 2007)
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Dez
25
2007
Eine neue Dichtung ist zugleich eine abramelinische Dichtung; sie funktioniert wie ein Zauberspruch. Sie umgeht unsere Sinne, zeigt kein Bild, sondern ist ganz auf die endokrine Gefühlswelt eingestellt.
Für den Dichter (wie auch für jeden Träumer und Tiefenpsychologen) ist der Erlebnisinhalt das Wesentliche, für die Biochemiker hingegen das Messbare. Der Widerstreit unserer beiden Denksysteme, die miteinander korrespondieren, rührt daher, weil sich unser bewusstes Denken in einem Kontinuum, in dem Nacheinander einer Einbahnstraße abspielt. Weiterlesen »
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Nov
28
2007
Ich gehe einige Pfade, die Alban Nikolai Herbst in seiner Heidelberger Vorlesung vorschlägt, gerne mit. Selbst wich ich nie von der Meinung ab, dass Literatur eine elitäre Angelegenheit ist. Ich räumte aber stets ein, denn die Missverständnisse folgten auf den Fuß, dass ich keineswegs allein ob dieser Haltung bereits Ausgrenzungen vornähme, zumindest nicht dem Rezipienten gegenüber, wohl aber der Masse dessen, was heute als Literatur gilt, wohl aber (also) schließe ich Autoren aus. Weiterlesen »
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