Mai
03
2008
1993 verließ ich die Theatergruppe Antonin Artaud, die ich mit Marion Brainfalk gegründet hatte. Wie ein blutrünstiger Vampir hatte ich mich durch Europa gegraben, mich auf eine Suche ohne Gegenstand begeben. Weiterlesen »
RĂĽckblende: Rock and Roll (04. 05. 2007)
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brainfalk •
mexiko
Apr
04
2008
Ich war neun als ich meiner Mutter erzählte, der Wald spräche mit mir. Sie lachte, nahm mich ins Haus und stopfte meinen Mund mit Süßigkeiten aus. Aber auch schmatzend berichtete ich ihr, dass ich nun wüsste, dass es all diese Märchengestalten und Naturgeister, von denen Johanna, ihres Zeichens die Ewige Urgroßmutter, immer erzählte, wirklich gab. Das beunruhigte sie nicht wenig. Sie setzte sich zu mir an den Küchentisch – es war derselbe Tisch, auf dem ich vier Jahre zuvor das Schreiben erlernt hatte, oder vielmehr mit Wachsstiften die vorgegebenen Zeichen nachfuhr; Geheimnis der Welt, gleich hab ich dich. Weiterlesen »
RĂĽckblende: sehnen spielen (07. 04. 2007)
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adam
Apr
02
2008
Rock and Roll als pdf im Download-Bereich
ch stehe hier. Ich staune. Ich kann alles.
Erstes Buch der Wirklichkeiten.
Was würdest du tun, wenn…
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RĂĽckblende: sehnen spielen (07. 04. 2007)
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gaudriolen
Apr
01
2008
Â
n der Welt halten wir Ausschau nach jenen Dingen, die uns entsprechen. Tiere, die uns ähneln. Wir benennen uns nach einem Wind, Scirocco des Herzens, treib alle Widernisse fort, zermalme die Zeit da an den Fronten, verblasse ihren Weg. Nichts geschieht in uns, höre! – alles ist zunächst da draußen. In uns Stille, ein Acker für Städte, Dörfer und Getreide, einen Garten, Apfelmuskannen, ganz bildhaft leer, furniert schon, angelackt, geleimt sozusagen. Bevor der Pinsel die unnütze Leere über den Haufen borstet. Erste Sporen hineingebürstet, beautĂ© du diable.
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RĂĽckblende: Mein LSD-handtuch (02. 04. 2007)
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eros
Mrz
22
2008
Dieser völligen und endgültigen Welt schien ich ausgeliefert, dieser ein-für-allemal-Unbeständigkeit, diesem Hervorbrechen der Ungewissheit, des steten Wandels, Gylfaginning nennt es die Edda, χάος nannten es die Griechen in ihrer alten Sprache, die heute nur noch ein leeres Gefäß bedeutet und an die Zeit der humanistischen Bildung erinnert, an Schulpforta, dem Gotischen Haus, dem Neugotischen Haus und dem einstigen Kälberstall. In dieser Welt ruhst du nun aus, oh mein Haupt, tat tvam asi, schaust der endgültigen Welt etwas in die umherschweifenden, das heißt, irren Augen, und freust dich und labst dich am Bach dort an der Mutterbrust – eine Weile zumindest, bis du groß und stark wie eine vollgesogene Zecke von alleine abfällst. Du findest darin Calcium, Makrophagen, Wasser, Spurenelemente, Lipasen, Phosphor und Kohlehydrate. Das ist mehr als dich später erwartet, wenn die H-Milch erfunden wird.
RĂĽckblende: Apho 60 (23. 03. 2007)
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edda •
milch
Mrz
20
2008
Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis ich die Universität verlassen sollte. Marion und ich, wir experimentierten seit geraumer Zeit mit Hypnose, Drogen und Wachtrance, in den Vorlesungen war ich als Störenfried bekannt, weil das, was ich da hörte, sich nicht mit meinen Ergebnissen deckte. Das Gerücht, ich sei ein Seelenkäufer, machte die Runde, der Großteil meiner Kommilitonen hatte Angst vor mir, wieder andere rannten uns die Tür ein, um bei unseren Experimenten mitwirken zu können. Ein von der Ärztekammer ausgeschlossener Arzt, der sich dem Morphium, mit dem er seine Alkoholsucht erfolgreich bekämpft hatte, ergab, assistierte uns bei einigen Floating-Tank-Manövern. Dieser von John C. Lilly in den 50iger erfundene Isolationstank ist nach wie vor die schnellste und effektivste Möglichkeit, einen außerkörperlichen Zustand herbeizuführen, die ich kenne. Das, was man gemeinhin für Halluzinationen hält, setzt bereits nach 5 Minuten ein. Weiterlesen »
RĂĽckblende: Der Romanzendeckel (23. 03. 2007)
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metaphysik
Mrz
18
2008
L’amour gout. Sie ähnelt einem Gemälde von Carracci, auf dem alles, selbst die Schatten in rosigen Farben gehalten werden. Nichts Unvorhergesehenes geschieht und wenn man dieser Liebe die Eitelkeit wegnimmt, bleibt nichts mehr übrig.
Ich erhob mich aus der Pfütze, die bereits das Badezimmer verlassen hatte und füllte mir die Wanne. Als das Wasser um mich herum schwappte, bemerkte ich, dass überall Zehennägel herumtrieben wie kleine Kähne. Ich versuchte sie zu zählen und schlief ein. Als ich erwachte, war das Wasser eiskalt, die Haut bloßes Zellgewebe. Draußen das Zwielicht.
Ich wandle zwischen zwei Welten und staune an das Leben um mich herum. Mein Verstand versucht zu schlichten, aber mein Gefühl schlägt, diesmal schneller, eine Zusammenarbeit vor. Ich gehe nicht – ich schreite auf den Pfaden der Unendlichkeit, während ich längst nicht mehr schaue sondern sehe. Etwas Unfassbares geschieht, als würde ich verrückt.
Rückblende: März, Neunzehn, Sieben (19. 03. 2007)
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caracci
Mrz
18
2008
Rodriguez Baumeister - ein wahrlich merkwürdiger Name. Ich neige in meinen Arbeiten dazu, die Namen selbst sprechend zu halten. Richard, Amanda, Layela, Gazotte, Narratim und Adam sind nur einige Beispiele. Wie gut da ein Rodriguez (ohne Baumeisterlichkeit) hineinfällt, ist ausgemacht.
Rodriguez stellt in der Mitte der Unendlichkeit den Gegenpart zu Adam dar. Adam ist der einzige Mensch, Rodriguez jener, der alles wissen möchte. Weiterlesen »
RĂĽckblende: Xenon (19. 03. 2007)
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rodriguez
Mrz
17
2008
Notiz zu: Die Mitte der Unendlichkeit
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Im Alter von Zwölf Jahren kam mir ein Gerücht zu Ohren, das besagte, eine alte Frau, die in einem heruntergewirtschafteten Haus lebte, verschenke Geld an die Kinder, die sie besuchen kämen. Ich konnte das Gerücht selbst als Wahrheit entlarven, denn es stimmte. Weiterlesen »
RĂĽckblende: Xenon (19. 03. 2007)
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rodriguez
Mrz
05
2008
Schwarzenhammer 1980 - 1984
Mein Zimmer hatte damals eine gewisse Puppenstuben-Atmosphäre. Alle Dinge lagen nicht an ihrem Ort und man hätte nicht aufstehen und tanzen können.
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Rückblende: Cortázar lesen (06. 03. 2007)
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schwarzenhammer