Babylon

Michael Perkampus
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lux aeterna

Juli 20, 2008 Von: michael perkampus Kategorie: journal 2 Kommentare →

Sir Austen Henry Layard entdeckte unter dem Hügel Kuyunjik am rechten Ufer des Tigris gegenüber der heutigen Stadt Mosul das alte Ninive. Dort, in den Palastruinen des assyrischen Königs Assurbanipal, fand er eine große Bibliothek mit Tontafeln, worunter sich ebenfalls das Gilgamesch-Epos befindet, das, wie wir heute wissen, eine präzise Sternenkarte ist. Auf diesen Tafeln in Verbindung mit den Funden Professor Woolleys in der kleinen - nordwestlich von Ur gelegenen - Ruinenstätte Tell el’ Obeds, die Tempel, Wohnbezirke, Keramik und Skulpturen umfasste, die eine unbegreiflich hochentwickelte Kultur bezeugten, offenbaren sich Geheimnisse, die wir nicht verstehen können, obwohl die Cuneiform-Zeichen entziffert wurden. Wir lesen ihre Inhalte unter der Voraussetzung des Eindrucks, den wir heute von der Welt haben. Was nicht zu klären ist oder unserer Vorstellung all zu eindeutig widerspricht, sparen wir aus, als spielte es im Gesamtkontext keine Rolle. Es ist nicht leicht zu akzeptieren, dass es unsere Technik in keinster Weise mit dem Wissen der Alten aufnehmen kann. Wir sehen zum Beispiel auf die rudimentären Versuche mit Elektrizität der Ägypter hinunter und beklatschen, nachdem wir den ignoranten Unglauben über Jahrzehnte hinweg ein wenig abgelegt haben, die für unsere Verhältnisse erstaunlichen Versuche und übersehen so leicht, dass die Ägypter es an sich nicht nötig hatten, jeden Haushalt mit dieser aufwendigen Technik zu überschwemmen. Ihre illuminierten Städte bedienten sich einer anderen und wieder unbekannten Quelle, die sie von den Chaldäern übernommen hatten, die ihrerseits die Glühlampe kaum benötigten, weil der Aufwand der Herstellung in keinem Verhältnis zur Leistung stand. Beide Völker - Chaldäer und Ägypter - lehnten nach längeren Experimenten jene primitive Form der Elektrizität, die wir heute für einen unermesslichen Fortschritt unserer Zivilisation halten, ab, und kehrten zu einem Rezept zurück, das sie eine chemische Flüssigkeit mischen ließ, die heute nicht unbekannt sein müsste, würden wir die Aufzeichnungen verstehen können, und: könnten wir sie verstehen, sie als Rezept begreifen.

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Der Abgrund (3)

Juli 20, 2008 Von: michael perkampus Kategorie: notizen & wirrnisse Noch keine Kommentare →

Es mochten Stunden vergangen sein, in denen ich immer wieder in einen seichten Schlummer fiel. Dennoch wurde ich dem ständigen Kommen und Gehen gewahr, das sich in dieser halbdunklen Hütte vollzog. Es schien, als gäbe es immer nur eine festgeschriebene Anzahl jener, die sich hier aufhalten durften. Warum sie aber extra hereinkamen um dann aus diesen engen Sehschlitzen zu spähen, war mir ein Rätsel. (more…)

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1

Juli 20, 2008 Von: michael perkampus Kategorie: journal Noch keine Kommentare →

Das Leben ist eine Reise. Die Queste ist, da kann man gar nicht anderer Meinung sein, das Synonym des Lebens. Mit dieser Reise als ein Symbol verbunden ist der Weg. (more…)

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Babylon war ein verschwommener Zug (COI 17)

Juli 19, 2008 Von: michael perkampus Kategorie: audioveranda Noch keine Kommentare →

Ende des dritten Tableaus



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Gotisch

Juli 18, 2008 Von: michael perkampus Kategorie: netz 9 Kommentare →

Auf dem Postamt von Kangerlussuaq gibt es ab heute das Vater Unser auf Gotisch zu hören. Ich hatte meine Freude daran, diesen gotischen Zungenknoten zu sprechen.

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Juli, Siebzehn, Acht

Juli 17, 2008 Von: michael perkampus Kategorie: leuchtspur Noch keine Kommentare →

Zwei schlaflose Nächte liegen hinter mir, die mich heute mehr wie einen Schatten wandeln lassen. Nachdem ich den ganzen gestrigen Tag in einem merkwürdigen Zustand des Halbtraums durchlief, gedachte ich mich zeitig hinlegen zu können. Als dann jedoch die Nacht hereinbrach, war an Schlaf nicht zu denken. Sämtliche Energie ballte sich zu einem einzigen fixen Gedanken zusammen, den ich nicht abschütteln konnte.

Dafür konnte ich mich endlich dazu durchringen, COI wirklich in die Schublade zu stecken. Ich habe noch einen siebzehnten Pod, dann ist auch da schluss. Weitere Teile werde ich nicht veröffentlichen, obwohl ich sie eingelesen habe. Aber Adam, Madame Blandot, Myrrha und eine Menge anderer Figuren werden nicht etwa einfach verschwinden, sondern direkt in mein nächstes Vorhaben transkribiert, das ich allerdings erst in meiner neuen Umgebung im Herbst beginnen werde.

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Der Abgrund (2)

Juli 16, 2008 Von: michael perkampus Kategorie: notizen & wirrnisse 8 Kommentare →

(Eigentlich war der Anfang nur ein Versuch, einen völlig anderen Stil auszuprobieren, aber Markus fragte mich gestern, wie es weiterginge. Also schrieb ich schnell noch etwas dazu. Ich habe nur eine vage Vorstellung von dem, was ich machen möchte und ich weiß noch nicht, ob es mir gefällt. Aber voilà - so geht’s erst mal weiter.) (more…)

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Ich dachte mir bei der Erwähnung (COI 16)

Juli 16, 2008 Von: michael perkampus Kategorie: audioveranda Noch keine Kommentare →



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Der Abgrund (Anfang)

Juli 11, 2008 Von: michael perkampus Kategorie: notizen & wirrnisse Noch keine Kommentare →

Man hatte mich aus dem Dorf gejagt und das kam einem Todesurteil gleich. Mein Vergehen war ausschliesslich meine Neugierde gewesen. Ich konnte das Fragen nicht lassen, obwohl ich wusste – man hatte es mir bei der Ankunft eindringlich gesagt und wurde im Laufe meines Aufenthalts nicht müde, es zu wiederholen – dass es eine stille Übereinkunft unter allen Dorfbewohnern gab. Regeln, die nie gebrochen wurden. Die Angst triumphierte über das Wissen, dass man der Falle nicht entkommen konnte, aber eine Möglichkeit gefunden hatte, dennoch zu überleben. Reden, so glaubte man, kam einer Beschwörung von Dingen gleich, die mit den entsprechenden Worten angelockt werden könnten. Dinge, die vielleicht nicht wussten, dass es dieses Eiland inmitten einer unbeständigen und zerbröckelnden Welt überhaupt gab. Die Angst des Opfers, als Nahrung einer unbeschreiblichen Entität zu enden, das Bewusstsein des Gefressen- Werdens, das viel mehr ist, als die Ahnung zerrissenen Fleisches und unbeschreiblicher Schmerzen; nämlich die Gewissheit, dass hier das Leben als solches absorbiert wird, mit jedem Schluck Blut, mit jeder neu gerissenen Wunde, die man innerhalb einer erstickenden Panik an sich selbst bemerkt. [...]

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Juli, Zehn, Acht

Juli 10, 2008 Von: michael perkampus Kategorie: leuchtspur 2 Kommentare →

Nun erreichten auch mich die ersten Exemplare der Edition. Das Reden und Loben bestätigt sich. Das Buch ist haptisch perfekt.

Neben diesem guten Aspekt, gibt es auch einige, die mich weiter am Nachdenken halten. Da wäre wie immer mein Problemkind, der Podcast. Ich überschreite nun zum ersten Mal in einem Monat die 20 000er - Zugriffsmarke. Anstelle mich aber zu freuen, kotz es mich tierisch an und wieder überlege ich, ob ich COI einstellen soll. Die Versuche, ein kostenpflichtiges Portal vorzuschalten, waren bisher vergeblich oder aber mit einem blödsinnigen Aufwand verbunden, der mir nicht gefällt und jenen, die das Hörstück dann erhalten sollen, zu viel abverlangt. Ich sprach ja bereits davon, Werbung im Podcast schalten zu lassen und es existiert auch noch ein Angebot, aber es widerstrebt mir. Als ich das Ergebnis zum ersten Mal hörte, fand ich es nicht einmal mehr witzig. So bleibt das Dilemma bestehen. Jedoch erliege ich hier keiner Illusion. Diese wahnsinnigen Zugriffszahlen liegen keineswegs an der Qualität des Pods, sondern daran, weil sie eben umsonst sind.

Ein weiterer Faktor kommt hinzu: je länger ich COI nun lese, desto unzufriedener bin ich mit dem, was ich da lesen - und anschliessend auch hören muss. Ich finde es stellenweise einfach grauenhaft und ich bin mir nicht mehr schlüssig, ob ich das Buch nicht einfach in die Schublade legen soll, um etwas anderes zu beginnen.

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