Partnerei
„Es wäre doch gar nicht so schlecht, wenn wir die Couch hier hereinstellen, oder was meinst du?“
„Hmm-hmm.“
„Wir könnten dann natürlich auch die Kuckucksuhr an diese Wand hängen, oder was meinst du?“
„Hmm-hmm.“
Sie blickte Karl schräg an. „Ist es dir völlig egal?“
Er blickte Christa krumm an. „Nein, es ist mir nicht völlig egal, aber wenn ich sage, wo ich die Dinge gerne hätte, dann erklärst du mir, warum wir das nicht machen.“
„Das liegt daran, daß du keinen Geschmack hast! Dir wäre es vollkommen egal, wo die Dinge stehen!“
„Nein, das wäre es nicht! Manchmal würde ich sie eben an einen anderen Ort stellen, das ist alles!“
„Ach…“ Sie stemmte ihre Hände in die Hüften und ließ sie dann in die Taschen ihre Polyesterschürze rutschen, in denen sich Papiertaschentücher befanden, die sie gerne dort zerkrümelte. „Und wohin würdest du die Couch stellen wollen?“
„Jaja…sie ist ja dort gut aufgehoben, wo du sie haben möchtest, jetzt laß uns bitte nicht streiten!“
„Also das ist ja wohl der Gipfel! Streiten nennt er das!“
„Und sprich mich nicht in der dritten Person an, das habe ich dick!“
Sie wurde Zornesrot. „Weißt du was? Es ist mir völlig schnurz, wo du die Couch hinstellst. Räume dir das Zimmer ein, wie du es möchtest. Ich werde ab jetzt nichts mehr sagen!“
Damit stampfte sie davon. In den Garten. Kräuter pflegen.


