Der Nachtkrapp zerspeist des Arlekins Leber und Leben
Der Narr, der über die Erde wandelt und recht stolpert, gearlekintes Kleid, ungebügelt, scheckig - auch Dreck wird’s sein, der da am Halse hangt - ist in vielen profanen Schriften veralbert und misslacht worden und wird noch immer für den gehalten, der eben seinen Geschmack in das Gegenteil verdreht zur Schau stellt. Er lacht an Grabesstatt und flennt im Hurerhaus, er ist als Nüchterner sich fremd. Dass er nicht gerade rückwärts, also entgegengesetzt dem Volks dahergeht - dem weiß er zu begegnen, in dem er die Schritte doch eher parodiert denn ausführt und er ist mit dem Gesicht dem Erdboden stets näher als den bei einem gewöhnlichen Menschen hochaufgeschlossenen Schultern.
Und wenn so jemand einen Fogel sieht, der gerade eine Rede einstudiert, dann wundert der sich nicht, sondern hält den schwarzen Raben, der vielleicht auch nur ein Kräherich, für seinesgleichen, nur eben fogelings.
So also spricht er ihn an und sagt Herr Fogel zu ihm. Das kann dem Nachtkrapp nicht gepasst haben, denn man fand so dann und wann von des Arlekins Bekleidung in alle vier Himmelsrichtungen verstreut ein Fetzelein der unholden Tracht, so dass man, unter sich, es behaupten hörte:
Den hat doch der Nachtkrapp so wahr ich es sage in der Luft zerfedert.”
Und wo kam er denn her, der. Das hätten wir noch schnell gerne gewusst. Vielleicht hat er ja was zu dem Nachtkrapp gesagt.”
“Herr Fogel”, sagt der Nachtkrapp und kaut ein letztes bißchen Leber.
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