Ein Weniges von Nachtkrappens Fauna
“Dann reit’ halt auf mir!” sagte die Katatze missmutig. Der Treklin hatte sie nämlich mit einem Gedicht betört und wer etwas über Katatzen wissen wollte, der müsste schon ein Dichter sein. Daher traf es sich gut, dass bei den Treklinen der Gesang neben den Festereien als eine sehr geachtete Kunst galt, die noch über dem Bäumeschütteln rangierte.
Die Katatzen waren alles andere als zahm, ganz dem zugegen waren es wilde Geschöpfe und auch so verrückt in ihrem Liebesspiel, das ihnen als die höchste Freude galt, die es auf dieser Welt nur zu finden gab, dass sie sich einander aufaßen, was ihnen dann nachher leid tat, denn etwas, das man gerade aufgegessen hatte, konnte man nun nicht mehr weiterlieben. So setzte regelmäßig der Liebesschmerz ein und so voller Trauer glitten die schmerzvollsten Töne durch die Nacht, dass einem selbst ganz blümerant zu Mute wurde.
Nach etwa zwei Wochen aber war der grösste Kummer abgeklungen und man fand die Katatzen wieder beim gegenseitigen Betören, bevor einer der beiden Kandidaten dann erneut geliebt und selbst liebend, im Magen des anderen verschwand. Liebe hieß den Katatzen essen.
Und was die Trekline betraf…


