Januar, Neunundzwanzig, Acht
Nun kann ich also auch nicht auf die Tonwerke verzichten, wenn ich das Weblog als umfassenden Begleiter ansehen möchte. Meine Seele kann nur bis ins Hinterste ausgeleuchtet werden oder gar nicht. Jegliches Kalkül ist mir dabei fremd. Wenn ich nun meine Schriften als auch die Tonwerke sowohl als Druck anbiete ist die Alternative für die kompletten Texte frei. Hier aber bleibt der Brevier. Dem Dichter hat man zu geben, man darf ihn ebensowenig kaufen, wie er sich zu verkaufen hat. Es gibt den Beruf des Dichters nicht, er wird immer das Weltgenie sein. Sein Reichtum offenbart sich durch ihn selbst, sein Lohn wird das Stillen sein - und ganz in der Tat nenne ich das Aufgehen in der Liebe das Stillen all jener Sehnsüchte, wenn die Muse sich zeigt und auch umarmen lässt. Der Dichter schreibt nicht für ein Publikum, er schreibt für das, was in einem Publikum angelegt ist, und in diesem Publikum schreibt er nur für die eine Person. Er sagt ihr, woher er kommt, wie weit gereist er ist und was er alles gesehen hat. Und dann wird er fragen: “Gehen wir jetzt? Hier stinkts und außerdem habe ich noch einen guten Wein zuhause.”
Sie könnte vielleicht erwidern: “Nicht immer so eilfertig! Schau, ein gewonnenes Paradies kann man nicht durch Flucht betreten.”
22.28
Aber eigentlich wollte ich sagen, dass ich morgen mit “Timber” beginne. Wort und Ton.
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Januar 29th, 2008 at 22:51
Was ist denn “die eine Person”?
Januar 29th, 2008 at 23:03
Im Chaos der sich stetig wandelnden Welten stellt eine zweite Seele für den Menschen einen stabilen Fixpunkt dar. Auf der langen Reise durch diese Wandelwelten haben wir uns unzählige Male mit einer zweiten Seele verbunden, um uns bessere Bedingungen zu verschaffen. Die geschah immer aus einer Notwendigkeit heraus. erst als Mensch sind wir in der Lage, bewusst und freiwillig eine solche Verbindung einzugehen. Eine Verbindung zwischen zwei Menschen bezieht sich immer darauf, dass sich zwei Seelen versprechen, ihren Weg durch die dualen Welten gemeinsam zu gehen. Ein derartiges versprechen geht über Raum und Zeit hinaus. In diesem “Partner” nun werden wir die ganzen positiven und negativen Aspekte vorfinden. Trotz dieses Wissens geben wir das versprechen aber dennoch ab und bleiben unter allen Umständen mit diesem Partner zusammen und kein Umstand, kein Widerstand, keine Macht oder sonstetwas hält dieser Verbindung stand. Das ist damit gemeint.
Januar 29th, 2008 at 23:07
Ach kommen Sie! Das glauben Sie doch nicht im Ernst!
Januar 29th, 2008 at 23:09
Nö. Sowas weiß ich.
Januar 29th, 2008 at 23:23
Und sowas nennt sich Psychologe. Das ist doch eine lächerliche Antwort!
Januar 29th, 2008 at 23:31
Was wollen Sie denn nun? Mit mir streiten oder diskutieren? Freilich ist das etwas salopp ausgedrückt. Sollten Sie jedoch nur eine einzige Kausalität in betracht ziehen, können wir unmöglich weiter reden. Nehmen wir einmal C.G. Jung als Beispiel. Unter den Aspekten, wie Sie mich gerade anfahren, würden Sie diesem wohl - lebte er noch - den gleichen Satz um die Ohren hauen. Das ist auch ihr gutes Recht. Würde Sie das jedoch wirklich interessiert haben, würde ich gesehen haben, dass Sie erst einmal in Erfahrung bringen wollen, warum ich das sagte und wie ich zu dieser Aussage komme. Mir hängt doch dieses saumäßige Gepöbel von irgendwelchen Kleinlichtern zum Halse raus. Zerschneiden Sie doch die Reifen Ihrer Nachbarn oder kaufen Sie sich eine Flasche Schnaps und lassen Sie mich doch einfach in Ruhe.