Dezember, Dreissig, Sieben
Zinn Ader Dur unter Downloads. (pdf)
17.21
Ich muss Adam sein Ziel erreichen lassen, muss ihm seine Entbehrungen vergelten, bis zum Ende, und dann, das Ziel vor Augen, muss ich es ihm wegnehmen. Aber dann, was geschieht? Ich glaube, er muss sterben im Angesicht der Sinnlosigkeit all seines Strebens. Ich glaube, die Sinnlosigkeit ist das Massaker des Geistes. Das für-etwas-leben, auch wenn es dieses “für” nicht gibt. Dann die Frage: was war vorher, als er sein Ziel gar nicht kannte. Es wird nicht helfen, sein Ziel war immer schon sein Ziel, der Anfang ist die Ewigkeit, ob es ihm je bewusst war oder nicht. Ein Ziel wie eine Prüfung, so dass die Sinnlosigkeit ausgeschlossen werden kann. Macht er selbst einen Fehler, verschwindet das Ziel. Weil er aber nichts von diesem Fehler wissen kann, bis das Ziel, bereits vor Augen, verschwindet. Dann die Erkenntnis (die für ihn aber unverstanden bleibt) und Rekapitulation, schließlich Kapitulation, Nichtumkehrbarkeit auch hier. Das Geschehen ist geschehen. Ihn fortzuschreiben hieße, aufgeben, ihn liegen zulassen, hieße dasselbe. Es ist nur die Wahl des Untergangs. Die hat er frei.
“Und ich bin wie an einem Klavier sitzend und an den Worten - ein Klang, Ton oder Wort, ist auch immer eine inwendige Stimme, hinaus gerufen in den leeren Raum. Wie leer ist der Raum? So leer, wie jemand, der nicht da ist, ein Wort zu fangen, um es zurückzuwerfen, so leer ist der Raum, wie jemand, der sich versteckt. Die Liebe meines Lebens getroffen und an ihr zerbrochen.”
Das darf er jedoch nicht sagen. Zu wem sollte er es sagen? Wem sollte er es erklären wollen? Es müssen Bilder sein und die Bilder müssen ihn erdrücken. Adam darf weder denken noch sprechen noch handeln.
Tags: adam • erzählung • tagebuch


Dezember 30th, 2007 at 12:15
Jetzt ist es besser zu lesen und es gefällt mir sehr gut. Alles scheint irgendwie nur angedeutet zu sein. Ich wusste ja erst nicht einmal, was Rosalinden sind. Ist es richtig? Da ist irgendein Wesen oder Mann, der verliebt sich in eine Rosalinde (sie auch in ihn?) und er wird von den Dorfbewohnern davongejagt? Aber was ist das für ein Wesen? Einmal ist es ein Schatten, dann ist von einem Wolf die Rede. Ich finde das spannend, wie Sie das schreiben. Ganz ungewöhnlich! Man kann es mehr fühlen als verstehen.
Dezember 30th, 2007 at 12:47
Wenn man möchte, kann man es durchaus so sehen, wie Sie es da schreiben. Wie stets in meinem Werk, bildet die unerreichbare Liebe den Grundtenor des Ganzen. Nur die Gründe sind meistens verschieden. Im „Acheron“ stand der Verlust, in „Babylon“ eine 6000-Jährige Zeitdifferenz zwischen den Liebenden, in „Das Karussell mit den schönen Pferden“ eine Illusion undsoweiter. Hier nun ist es eine „gesellschaftliche“ Unmöglichkeit. Was Sie daran als „angedeutet“ erfahren, ist wiederum das Spiel mit den Archetypen. Das bedeutet, dass uns allen eine innere Sprache gehört, so dass ich manche Bilder nur kurz vorzeigen muss, um sie in jedem Leser zu aktivieren, ohne sie jedoch ins Detail führen zu müssen. Das offenbart dann das eigentliche Geheimnis nicht und die Lust besteht gerade darin, die Codes zu lesen, die hinter der jeweiligen Geschichte liegen.
Immer werden Sie in meiner Arbeit auf den Sucher stoßen, auf die Liebe (die unerreichbare) sowieso. Meistens auch auf eine Stadt, dem Pulk menschlicher Existenz, auf Traumbilder, oft auf Räume, Spiegel (Wasser, Pfützen) und dergleichen. Sie sollten eine Erzählung, ein Gedicht, einen Part nie nur als das Augenblickliche annehmen. Sie alle sind Teil eines „Großwerks“ und viele Motive, die zunächst in eine Sackgasse führen, werden an einer anderen Stelle um so deutlicher wieder aufgenommen.
Dezember 30th, 2007 at 13:35
Oh! Danke für die Erklärung. Ich muss mich da wohl noch etwas reinlesen. Warum ist denn Ihre Liebe immer unerfüllt? Wenn Sie immer darüber schreiben, muss es Ihnen doch auch etwas bedeuten.
Dezember 30th, 2007 at 13:47
@Vera
Jetzt haben Sie aber genug Honig verbraten. Der Stil von P. ist uneinheitlich, die Sätze sind bemüht und überanstrengt, grammatikalisch sowieso falsch. Daß er ständig über die Liebe quatscht, kann ja auch nur Frauen anziehen. man sieht doch gleich, daß hier ein ungefickter, einsamer Kerl etwas zu schreiben versucht, um gerade jemanden wie Sie einzulullen. Unerfüllte Liebe, was glauben Sie, wo sowas herkommt. Da kann ja was nicht stimmen. 38, gescheiterte Existenz, versucht zu schreiben. ich sehe nur gewimmer.
Dezember 30th, 2007 at 14:21
Es kann Ihnen doch völlig wurscht sein, was ich mit meinem Honig mache! Sie sind ja widerlich!
Dezember 30th, 2007 at 14:25
Außerdem “ungefickt” glaube ich eher nicht.
Dezember 30th, 2007 at 14:51
Quatsch! Lesen Sie doch einfach im Tagebuch, da steht doch alles drin. da brauchen Sie kein “Großwerk” zu verstehen. Abgeblitzt ist er, der herr P. Lesen Sies doch nach, da finden Sie sogar ein Foto von der betreffenden Person und danach ging die Flennerei los. Wenn das nicht glasklar ist. Und ich glaube das nicht, ich weiß das.
Dezember 30th, 2007 at 15:01
Ich bitte darum, jetzt die Bremse zu ziehen. Das alles mag ja recht unterhaltsam anmuten und ich lasse es zu, weil die Kommentare in den meisten Fällen für sich selbst sprechen - auch über die jeweilige Gesinnung Auskunft geben. Nun geht es mir aber dennoch etwas zu weit und ich möchte nicht wieder wahre Löschorgien veranstalten.
Es ist kein Geheimnis, dass ich auch sehr viel privates hier einstelle. Auch richtig ist, dass mein Werk keine direkte Trennung erfährt. So steht es nachzulesen. Mag jeder seine Schlüsse ziehen, wie er mag, mögen sie für den Betreffenden als richtig gelten oder nicht. Ich werde jedoch kaum dulden, dass hier ein Schmutz an die Oberfläche gerät, der außer mir auch andere trifft. Mich selbst mögen Sie alle bewerfen, wie es Ihnen lustig erscheint.
Zudem hat das nichts mehr mit dem Ausgangsposting zu tun. Ihnen, Lacky, rate ich, sich an mich persönlich zu wenden, wenn Sie meinen, etwas “klären” zu müssen. Man liest unschwer (und wieder einmal) eine gewisse Eifersucht heraus, die mir allerdings rätselhaft erscheint - auch weil ich durch Ihre anonymen Angaben nicht weiß, wer Sie sind.