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17.21
Ich muss Adam sein Ziel erreichen lassen, muss ihm seine Entbehrungen vergelten, bis zum Ende, und dann, das Ziel vor Augen, muss ich es ihm wegnehmen. Aber dann, was geschieht? Ich glaube, er muss sterben im Angesicht der Sinnlosigkeit all seines Strebens. Ich glaube, die Sinnlosigkeit ist das Massaker des Geistes. Das für-etwas-leben, auch wenn es dieses “für” nicht gibt. Dann die Frage: was war vorher, als er sein Ziel gar nicht kannte. Es wird nicht helfen, sein Ziel war immer schon sein Ziel, der Anfang ist die Ewigkeit, ob es ihm je bewusst war oder nicht. Ein Ziel wie eine Prüfung, so dass die Sinnlosigkeit ausgeschlossen werden kann. Macht er selbst einen Fehler, verschwindet das Ziel. Weil er aber nichts von diesem Fehler wissen kann, bis das Ziel, bereits vor Augen, verschwindet. Dann die Erkenntnis (die für ihn aber unverstanden bleibt) und Rekapitulation, schließlich Kapitulation, Nichtumkehrbarkeit auch hier. Das Geschehen ist geschehen. Ihn fortzuschreiben hieße, aufgeben, ihn liegen zulassen, hieße dasselbe. Es ist nur die Wahl des Untergangs. Die hat er frei.
“Und ich bin wie an einem Klavier sitzend und an den Worten - ein Klang, Ton oder Wort, ist auch immer eine inwendige Stimme, hinaus gerufen in den leeren Raum. Wie leer ist der Raum? So leer, wie jemand, der nicht da ist, ein Wort zu fangen, um es zurückzuwerfen, so leer ist der Raum, wie jemand, der sich versteckt. Die Liebe meines Lebens getroffen und an ihr zerbrochen.”
Das darf er jedoch nicht sagen. Zu wem sollte er es sagen? Wem sollte er es erklären wollen? Es müssen Bilder sein und die Bilder müssen ihn erdrücken. Adam darf weder denken noch sprechen noch handeln.
Rückblende: zugrunde (05. 01. 2007)
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