Das Pariser Mysterium (2)
Die „Equipe Propheta“ erschien 1992 im Gideon-Verlag. Die ersten hundert Exemplare hatte ich alle handsigniert. Durch meine permanenten Lesungen zwischen Heilbronn und Würzburg hatte ich für meine Verhältnisse plötzlich viel Geld. Für einen Auftritt bekam ich etwa 200 Mark. Und dann geschah das Ungeheuerliche: Kurz vor der Lesereise im Saarland, war Harald Frey nicht mehr aufzufinden, bis er eines Tages anrief und mir mitteilte, daß er nicht mehr für mich arbeiten könne, da er gerade Urlaub mache. Es war in der Tat nicht so, daß es mir sehr viel ausmachte, sollte er Urlaub machen. Ich kam schon zurecht. Meine Gleichgültigkeit änderte sich allerdings, als mir gewahr wurde, daß unsere Kasse ebenfalls Urlaub machte und wir alle nicht einmal einen Pfennig hatten, um überhaupt irgendwohin zu fahren.
Ich ließ alles liegen und stehen und ging wieder nach Paris, trampte über Metz, fuhr von da mit dem Zug, indem ich mich auf dem Klo versteckte. Aber es kam niemand. Mitten in der Nacht kam ich an und schlug mich bis zum Champ du Mars durch, der Park, in dem der Eifelturm stand. Dort in den Büschen lag allerlei Gesindel, Obdachlose, Rucksackreisende, Perverse. Dort wollte ich meine erste Nacht verbringen, bevor ich mich aufmachte, den Flammenden Bert zu finden.
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