Juli, Zwanzig, Sieben
Weiter an Falb, habe das lange liegen lassen. Füge dort die milch menschlicher kindheit ein. Ich beabsichtige dort, noch einmal einen schritt weiter aus dem allgemeinen erzählgut herauszumachen (versuche das immer stärker auch in der wendeltreppe).
Kotelett erinnert den speiser an seine urzeitliche neigung, das fleisch gleich aus dem lebenden tier zu beissen. Sehr umständlich diese situation: mann rennt dem ren hinterher und versucht es mit einem brandeisen vorzugaren, noch im lauf, im schritt… und beisst dann dort hinein.
Das Kotelett macht es uns einfacher, es hält still und hat den “erinnerungsknochen” zum schneidezahnigem abnagen. Das stimuliert einige tiefen stellen im grosshirn, im primitivhirn, wenn wir wollen, im althirn, klar, im meisterhirn, im sündengrau, hahaha…
Ich werde wohl deshalb so gerne Kotelett essen, weil ich ein triebliebhaber bin. Nie esse ich es mit besteck, ich nehme es sofort zur hand und arbeite mich wie ein schwachsinniger zum elysium des homo heidelbergensis vor. Lassen sie es sich ruhig zwei cm hacken, machen sie frischen thymian drauf und nehmen sies vom lamm.


