Archiv von April, 2007

Apr 30 2007

April, Dreissig, Sieben

Eingestellt von michael perkampus in leuchtspur

19.53

Einige Sätze am Hahn. Passage: Rock’ n Roll, Möglichkeit eines Vorworts, Morpheus Eisenstein, gesprochen nach seiner Natur, Erstes Buch der Wirklichkeiten, Zorn des Peliden.

Sie fragten mich, woher ich käme, im Wald, die Geister fragten mich. Doch ich ging nur hin, ich kam von nirgends, und was ich sehe, dort bin ich dann.

So wird es sein. Jetzt Pause. Urquell. Viel davon. Und schnell.

Der Akt mit Venus: Perkampus, der Schaumgeborene, wird dann am Mittwoch in Marcella Grünwalds Nachtschatten zu sehen sein.

Bin allerdings nicht hieran beteiligt, stellte mir dennoch die Frage, ob es das wohl schon gab. In dieser lohnenden Form (für manch Damen) glaube ich nicht. Ein Novum. Man sollte Hurra.

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Apr 29 2007

Gastbeitrag im Turmsegler

Eingestellt von michael perkampus in netz

Bitte beachten Sie auch meinen Gastbeitrag in Benjamin Steins Turmsegler:

Die vitale Lektüre

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Apr 29 2007

Auswahl literarischer Weblogs in der NZZ

Eingestellt von michael perkampus in polemiken

Die NZZ am Sonntag, von der man denkt, dass man einmal pro Woche zumindest den Hauch von etwas Kultur mitbekommt, liefert dann auch eine Beilage, die mit “Kultur” überschrieben ist. Zieht man den Werbeanteil sowie das Fernsehprogramm ab, bleibt an bedruckten Papier nicht einmal soviel übrig, dass man sich vernünftig den Hintern abputzen könnte.
Man will nicht kleinlich sein - woher sollten auch die Themen kommen. Ich selbst gäbe mich damit zufrieden, einen kleinen, aber guten Beitrag, von mir aus auch eingesponnen in reichlich Altpapier, lesen zu dürfen. Man weiß ja, wo man ist und schraubt seine Ansprüche gegen Null, denn Null scheint mir eine gute Nivellierung.

Ein Thema, heute, Sonntag, 29. April: BÜCHERWÜRMER ONLINE. Man denkt: Prima, geht mich an, wird ja das Weblog mit anschließender Auswahl literarischer Weblogs thematisiert. Die Ernüchterung kommt einem Keulenschlag gleich, wenn man dann auf Wolfgang Tischer stößt, dessen Literaturcafè, mag man davon halten, was man mag, für mich keineswegs den Standart eines literarischen Weblogs erfüllt. Nun wird freilich auch dem dümmsten schnell klar, dass man dieses Thema weder auch nur halbwegs vernünftig recherchiert hat, noch dass es hier tatsächlich um literarische Weblogs ginge. Der ganze Bericht schwimmt im hilflosen Gequassel, Definitionen werden einfach durcheinandergemischt und in Ermangelung einer halbwegs erträglichen Berichterstattung werden neben dem Forum, von mir aus auch Literaturportal Literaturcafé amerikanische Weblogs, Rezensionsdatenbanken und Linksammlungen zu Rate gezogen, die definitiv NICHTS mit einem LITERARISCHEN WEBLOG zu tun haben.

Fazit: Es wäre nicht schwer gewesen, einen für den unbedarften Leser dieses Artikels mehrwertigen - weil halbwegs korrekten- Artikel zu schreiben, doch ich werde das Gefühl nicht los, dass es hier nur darum ging, den ungleich schwachen Kulturteil der NZZ am Sonntag mit einem hingeschmierten Beitrag überhaupt zu ermöglichen.

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Apr 28 2007

April, Achtundzwanzig, Sieben

Eingestellt von michael perkampus in leuchtspur

03.09

Aus dem Spiel Fang den Zug zurückgekehrt. Um 22 Uhr Bern verlassen, um die 2.40 std. Fahrt auf den Buckel zu nehmen, durch eine Baustelle in eine Grünwaldsche Odysee geschlüpft und somit in Zürich den Anschluss versäumt. Irgendein Ziel Richtung Wattwil gewählt, in Rapperswil keinen Zug mehr, dafür allerdings irgendeinen Nachtbus sehr viel spät, wie das neudeutsch gesagt wird, zwei kleine Kiffer wollten mich als Kunden gewinnen, ich machte ihnen Hoffnung. Wenn jemand Interesse hat, ich habe die Telefonnummer.
Der allerallerallerletzte Bus kommt dann auch noch sehr viel später als sehr viel spät und rappelt eine Fastnachtskolonne durch die Provinz, zumindest schien irgendwo ein Fest zu sein, der Sauerstoff wird mir eng und ich muss, wie meistens in der Schweiz, hässliche Frauen ertragen. Kein Land dieser Erde verfügt über so viele unrentable Venen… hahaha, ich meine natürlich Venusinen, nein, wie könnte ich: Venüsse. Ein unfassbares Phänomen.

Hartmut Abendschein
war dann, ich habe es nicht anders erwarten wollen und erwartet, tatsächlich das noch ausstehende Puzzle in einem Karussell neuer Möglichkeiten und Wunder. Ich wurde sehr höfisch behandelt und von Beizenbier siedelten wir italienisch um und pizzten sehr gut. Den Schnabel bekam von uns niemand zu.

Nun denn dem entgegen, das wir da im Reagenzglas haben!

14.22

Ich denke schon (auch was die Begrifflichkeit eines Phantastischen Realismus betrifft, dass Literatur wunderbar zu sein hat, dass eine Literatur ohne das Wunderbare stinkt. Vor einer losgelösten Phantasie gab es zu allen Zeiten Angst, nichtgeachtet dessen, dass die Inseln der Phantasie auch das Exil bietet gegen die Schreckschrauben des angenommenen Realismus (vom Naturalismus ganz zu schweigen). Dabei wird meist vergessen, dass der Realitätsbegriff nichts anderes ist als das Fließen wahrgenommener Energien, die dann in einem festen Körper erstarren. Es gibt eine notwendige Realität, die allerdings nur unserer Kommunikation dienlich sein kann und diese bezieht immer! das phantastische Element mit ein. Doch Realität muss begründet sein, weil sie ernst genommen, phantastisch ist. Eine Welt, die wir uns einbilden, entsteht. Eine Welt, die wir beobachten, ist.

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Apr 26 2007

April, Sechsundzwanzig, Sieben

Eingestellt von michael perkampus in leuchtspur

12.19

Die letzten Tage am Hahn. Ein weiterer Erzähler mischt sich ein, eine distanzierte Kamera, die komplementär zur vergangenen Jetztschau agiert, nicht deckt, sondern zwischenschiebt.
Der Sonnengott Atum stößt sein Glied in seine Hand, seinen Wunsch erfüllend….

Ich werde jetzt durch Besuchsaktivitäten einige Tage ruhen, zumindest ruhen von diesem Sog, der mich oft weit in der Zeit zurückträgt.
Dabei ist mir das süffisante Vorwort, für eine Komödie gut geeignet, nicht mehr gut genug. Gerade der Wechsel in das von mir aufgefundenen Manuskripts von Morpheus Eisenstein, der dann, gesprochen nach seiner Natur, zitiert wird, wobei ich mir vorstelle, dass ich den oben erwähnten Erzähler mime, was - das ist einleuchtend - so nicht funktionieren kann, stellt sich als problematisch dar.
Die Form wabert und wogt wie ein Meer, das ist gut, sie hält sich nicht an lineare Abläufe - das ist sehr gut! - Ich gerate tiefer und tiefer hinein und werde zwischen der 1. Fassung, der 2. Fassung, Stoffsammlung, die noch keine Fassung ist, und dem eigentlichen Vorhaben entscheiden müssen.
Auch stelle ich bereits fest, dass sich das ganze Vorhaben für einen Blog problematisch darstellt.
Das alles ist noch zu lösen.

12.32

Ich fange am besten gar nicht damit an, das in Reinschrift zu bringen, was ich heute Nacht, noch ziemlich gehetzt (ich lag bereits zu Bett), niederschrieb, sondern sehe nach dem eingelegten Tafelspitz - ein eigener Kosmos übrigens, mit Wachholderbeerplaneten, Zwiebelringstrassen, einer regelrechten Ursuppe.

Markus A. Hediger für 17.30 angekündigt.

13.07

Podcast-Hörer im vergangenen Monat: 3990. Wie kommts?

22.47

Markus auf der Heimreise. Einiges an Gesprächen mitgeschnitten, anderes bleibt derzeit noch unter Verschluss und schwelt unter der Oberfläche - sehr konstruktive Ineinanderflechtungen.
Nicht nur dass ich es sehr genossen habe, mit Markus zu parlieren, haben wir auch Nägel in Köpfe gemacht.

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Apr 24 2007

Do you remember?

Eingestellt von michael perkampus in leuchtspur

00.50

Vor ca. einem Jahr in Heidelberg: Die Lärmende Akademie wollte dort einen Salon installieren. Aus Gründen, auf die ich im Moment nicht näher eingehen mag, weil sie, strenggenommen erbärmlich zu nennen sind, scheiterte das Vorhaben.
Das Bild zeigt den damals noch an der LA interessierten Maler Ralf de Pennet beim Füttern des Maestro:

heidelberg.jpg

11.47

Überarbeitung Hahn auf dem Mist. Vorbereitung für die nächsten zwei Podcasts. Der nächste wird am 7. Mai erscheinen.
Donnerstag besucht mich Markus A. Hediger, Freitag bin ich in Bern bei Hartmut Abendschein, Samstag besucht mich Alexander Nicolai.
Es wird zu Überschneidungen kommen, während der Hahn nächste Woche hier läuft, denn es gilt, ihn tauglich zu machen für die Publikation. Ich möchte ihn noch in diesem Jahr gedruckt sehen, noch vor der Gesamtausgabe des lyrischen Werkes im Dezember.

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Apr 23 2007

Morgen Mostmägde

Eingestellt von michael perkampus in leuchtspur

14.50

Ich habe Die Mostmägde nun auf zehn Bloghappen portioniert und beginne morgen damit. Es trifft sich prima, den Hahn in den Mai zu legen. Auch wirkt der Poetenakt dann ausschlägiger.

20.08

Erhebliches im Manuskript geändert, Vorwort, das mir sehr zweifelhaft scheint. Wider erwarten schleicht sich zu guter letzt doch noch mein literarischer Ton ein.
Pause. Raus mit den Hunden.

20.49

Heute nur zehn Stunden schreiben. Zeit für Recherche muss bleiben.
“Die vitale Lektüre” fürs Feuilleton, vielleicht als Gastbeitrag im Turmsegler.

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Apr 22 2007

Hermann Bahr, Modernist

Eingestellt von michael perkampus in polemiken

Etwas darstellen, das ist stets und immer schlechte Literatur. Man muss schon ein Empfinden bewältigen können, dann darf Literatur auch eine Clownerie sein, um sie jedem realistischen Geschwulst überlegen zu machen.

Gedanken an Hermann Bahr, dem Überwinder des Naturalismus und Wegbereiter der Wiener Moderne.
Oh wie ich die Franzosen beneide! Sie haben ein Publikum, sie haben eine Presse! Bei ihnen darf man Talent haben, man darf sogar ein Genie sein. Deutschland ist im Vergleich eine geistig für alle Ewigkeit verstorbene Nation,

schreibt er im Januar 1889 an den Vater. Wie erstaunlich ich das auffassen muss, dürfte klar sein, wenn man weiß, was ich von Deutschland halte.

Als wesentlichen Zug der Moderne begreift Bahr die Polarisation zwischen unerbittlicher Lebenswahrheit und reinem Traum. Unter dem Einfluss französischer Autoren und Theoretiker entwickelte er sein persönliches Programm der Moderne als einer Nervenkunst, mit dem er in Wien Anfang 1890 für großes Aufsehen sorgte. Seine Artikel über Literatur blieben nicht ohne Wirkung auf Hofmannsthal oder auch Peter Altenberg.

Ich bin modern. Daher kommt es, dass ich ganz anders bin als all die anderen. Modern - das heißt, ich hasse alles, was schon dagewesen ist, jedes Vorbild, jede Nachahmung und lasse kein anderes Gesetz gelten in der Kunst als das Gebot meiner augenblicklichen künstlerischen Empfindung.

(Bahr: Tagebücher Skizzenbücher Notizhefte Bd. 1)

Ich musste natürlich mit der Wimper zucken, und ich musste sogar lachen; das liegt jedoch an der Zeit, die zwischen damals und jetzt liegt.
Die literarische Moderne, der Modernist wäre in der heutigen Zeit ein Altertümler. Er mag zwar etwas Neues inaugurieren, aber gar nicht reflektieren, dass ein allzugrosser Sprung keine Freude mehr macht, sondern Entsetzen, vorausgesetzt er wäre überhaupt möglich, woran ich nicht glaube. Da mag man der Zeit voraus erscheinen, in Wahrheit aber ist man in seiner Zeit stets nur mutiger als andere. Die Entwicklung kann nur heissen, sich zu vermischen und zu vermengen. Der Modernist scheut sich nicht, neuartig dastehen zu wollen, doch das ist nicht der Kern. Der Kern ist stets, einen Fluss nicht aufhalten und begradigen zu wollen. Der Unterschied liegt also darin, modisch mit authentisch zu verwechseln. Der Moderne ist nur modern, wenn er das zu allen Zeiten sein wird. Als Beispiel ziehen wir den ewigen Shakespeare heran. Selbst Joyce ist nicht so modern wie Shakespeare. Wohl aber gab es eine Zeit, da war er der Modernste von allen.

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Apr 21 2007

Stranger in us all

Eingestellt von michael perkampus in leuchtspur

stranger.jpg

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Apr 18 2007

Freundschaft

Eingestellt von michael perkampus in netz

Gegenwärtig wird mir sehr viel Freundschaft entgegengebracht. Über diesen Text von Markus A. Hediger freue ich mich ganz besonders und möchte mich auch herzlich dafür bedanken.

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