Ich bezeichne dich nicht
Du bist mein und darin ertrinke ich, wenn ich kann, wenn ich an dich denken kann, wenn ich mir dich vorstelle, wie du von einem Fleck zum nächsten gehst und wie du dich bewegst dabei. Das Geräusch deiner Bewegung, wenn du nicht mehr bei Sinnen bist, wenn du glaubst, dass die Tore sich bald weit öffnen, große Tore – so groß wie hoch wie weit. Da kommen wir her, aus dieser Erinnerung. Alles explodierte zum ersten Mal und da kommen wir her. Doch alles explodiert zum ersten Mal und wir steigern uns nicht hinein. Es entsteht der Vorhang mit eisigen Nüstern. Der entsteht und noch viel mehr, mit eisigen Nüstern. Das Pferd von Füssli entsteht.
Du bist mein, und darin erkenne ich, dass noch nicht entschieden ist, welches Ich das suchende ist, das meinende ist. Dein Ich ein meinendes Ich, dich bezeichnet man nicht, ich bezeichne dich nicht.
* aus Freneter im Heissmond
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