Shakespears Affen
David Osselton führt aus, dass eine Mathematik, die davon ausgeht, eine Gruppe von Affen könne die Werke Shakespears tippen, wenn man ihnen nur genügend Zeit gibt, nicht stichhaltig sein kann und die Grösse einer solchen Aufgabe mache das Beispiel als Erklärungsversuch bedeutungslos.
Diese Aussage wurde provoziert, in dem man in manchen Bereichen der Wissenschaft davon ausging, dass in den alten Ozeanen der Erde das Leben als Resultat einer völlig zufälligen Aufeinanderfolge von Ereignissen begann. Nur um ein schönes Gleichnis in breiter Ausmalung zu finden, zog man, wie so gern, unsere genetischen Nachbarn herbei und liess sie, ganz uns gleich, zu Tippendes tippen, um eine physikalische Zufälligkeit zu monstrieren.
Gemäss Osseltons Berechnungen bräuchte eine Million mal eine Million Affen ungefähr eine Million Jahre, nur um den Namen William Shakespeare zu tippen. Und um einen Zweizeiler aus Shakespears Stücken zu schreiben, wären ungefähr 10 hoch 150 Anschläge auf einer vereinfachten 50-Typen-Schreibmaschine notwendig oder Billionen von Billionen von Malen mehr als die Anzahl der Atome im ganzen Universum. Osselton gelangt daher zu folgender Schlussfolgerung:
Die Vorstellung, dass in der Fülle der Zeit zufällige Ereignisse unvermeidlich zu der richtigen Kombination führen, ist weniger wahrscheinlich als man allgemein annimmt.
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