Dez 19 2006
Cortázar - Rayuela

1. Teil: Die Theorie
Ein geradezu klassisches Beispiel der von Asturias angestrebten Synthese zwischen offener und geschlossener Romanstruktur ist „Rayuela“ von Julio Cortázar geworden. Er war einer der meist diskutierten Romane der jüngsten Vergangenheit, formales Experiment und Geschichte in einem Werk, in dem sich die zunehmende denkerische Spannung zum eigenen Romanschaffen bemerkbar macht, wie sie den neuen Roman Lateinamerikas kennzeichnen sollte. Rayuela bewegt sich genau in der Mitte zwischen einer gut lesbaren Geschichte, als die sich Kapitel 1 bis 56 (Teil I und II) dem mit moderner Literatur vertrauten Leser darbieten, und einem Chaos losgelöster Szenen und Gedanken, das von Kapitel 57 an für weitere sechsundsechzig Kapitel vorherrscht und sozusagen eine abstreichbare zweite Hälfte des Buches bildet. Weiterlesen »
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