Mai 08 2008

Die kryptogeographische Methode kurz erklärt anhand des Breitlings

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Zähne und Klauen. – Die Seegurke rief mich. Sie ruft zunehmend lauter, aber ich lasse sie noch ein Weilchen quengeln, denn es ist etwas dazwischen gekommen, beziehungsweise mehrmals dazwischen gekommen, anhand dessen ich exemplarisch aufzeigen kann, wie der Kryptogeograph arbeitet. Die orthodoxen Wissenschaftler nennen es „Material und Methoden“ – heute werden wir keine Resultate präsentieren und deshalb auch nicht diskutieren, schlussfolgern und ausblicken. Es sei auch darauf hingewiesen, dass ein mehrmaliges Auftauchen eines Zeichens nicht a priori ein deutlicheres Zeichen ist als das einmalige Auftauchen desselben oder eines anderen Zeichens. Oft ist das Umgekehrte der Fall.

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Mai 05 2008

Snake Dance

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Mai 05 2008

Mai, Fünf, Acht

Zunächst wollte ich den Nachtkrapp allen Ernstes als ein ganzes Stück zu den Tonwerken stellen, bis mir klar wurde, daß man das unmöglich aushält. Weiterlesen »

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Mai 05 2008

Der Nachtkrapp 1 & 2 (Hörstück)


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Zeit: 4.43

Die Texte:
Tigels Unflat

Nachtkrappens Abendstund vor Zuckerschlündern

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Mai 04 2008

Die herrenlose Ziege. Nelson Rodrigues zum Zweiten.

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Nelson Rodrigues pflegte – bis kurz vor seinem Tod an einem Sonntagmorgen im Jahre 1980 – Interviews mit Berühmtheiten des brasilianischen Alltags (Kultur, Kirche, Politik und Fussball, in allerdings umgekehrter Reihenfolge) zu führen. Es waren dies imaginierte Gespräche, die so nie stattgefunden hatten. Wer, der etwas auf sich hielt, würde schon einem Termin um Mitternacht auf einem verlassenen Grundstück zustimmen, sich den Fragen eines Journalisten stellen, um am nächsten Tag seine eigenen Worte in der Presse wiederzufinden, oft unüberlegt hingeworfene Sätze, ehrliche Sätze, zu denen man sich hatte hinreissen lassen, weil ausser dem Journalisten und einer herrenlosen Ziege niemand anwesend gewesen war, der das Gespräch hätte bezeugen können. Weiterlesen »

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Mai 03 2008

Hinterlassenschaft

1993 verließ ich die Theatergruppe Antonin Artaud, die ich mit Marion Brainfalk gegründet hatte. Wie ein blutrünstiger Vampir hatte ich mich durch Europa gegraben, mich auf eine Suche ohne Gegenstand begeben. Weiterlesen »

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Mai 02 2008

Maria & Joshua

Maria & Joshua für DAS GELENK DES MASTODONS mit Schlußgedicht.


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- Zeit: 26.23

Du, die du mir heute begegnest, wirst morgen schon eine andere sein, dich kaum an mich erinnern, als hättest du nur den Schatten eines Schattens gesehen und noch nicht einmal gewußt, von wem er geworfen wurde.

Ich hatte sie gerufen, doch sie kam nicht mit dem Schnee und sie kam nicht mit dem Blütenstaub. Sie war an einem andren Ort, gefangen nur durch Lichter. Der Tag brach an und zeigt‘ ihr nicht den Weg Wohin Du Gehen Sollst, und zeigt‘ ihr nicht die Jahreszeit und zeigt‘ ihr nicht den Silbermond. Der Tag brach an und war ihr Tag, die Gärten schimmerten schon hell; und wurden weiß und blühten dann. Und wurden wieder weiß. Und dann.

Epilog:
Ich war keinen einzigen Tag in meinem Leben jemals allein. Ich fühlte mich nie einsam. Doch dann verliebte ich mich.

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Mai 02 2008

Mai, Zwei, Acht

MARIA & JOSHUA abgeschlossen und eingelesen.
Jetzt etwas schlafen.

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Mai 01 2008

Mai, Eins, Sieben

Mein Freund, sagte ich, du leidest verfrüht. Es soll nur leiden, wer etwas verlor. Du aber hast sie nie gehabt, sie will dich nicht. Lass sie flattern, bis sie stirbt.

- Markus A. Hediger

Erster Lesedurchgang Hediger/Dazwischen der Ozean
Eine sechzehnte Erzählung für DAS GELENK DES MASTODONS begonnen.

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Apr 30 2008

13 Sommer Inverness

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Zähne und Klauen. – Ich werde selten eingeladen, aber wenn, dann stets zu reichlich eigentümlichen Anlässen. Meistens zu solchen, für die eher festes Schuhwerk denn Abendgarderobe erforderlich ist. Warum man mir so viel zutraut? Sagen Sie es mir! Ich habe keine Ahnung. Es war wiedermal so weit, ich bekam Post und dachte zuerst, es handle sich um eine Hochzeit oder Taufe (wo ich doch in dem Alter bin, in dem man praktisch nur noch Todesanzeigen erhält, es ist wundervoll). Eine Karte aus schwerem rosafarbenem Büttenpapier, darauf ein Schwarzweiss-Foto in antiken Fotoecklein. Das Wesen auf dem Bild – es musste wohl ein Wesen sein – war nur vage zu erkennen. Es schwamm halb im Wasser und sah aus wie ein meergrüner Luftballon mit einem Stück vorgelagerten Gartenschlauchs. Mir schwante Unheil, und in der Tat:

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